Lesen – Indem ich mir zuhöre

„Wenn ich ihnen zuhöre, ist es unendlich viel wichtiger für mich, mir zuzuhören als ihnen. Selbstverständlich ist es wichtig, ihnen zuzuhören, aber dennoch ist es wichtiger, dass ich mir zuhöre, andernfalls könnte ich sie gar nicht hören. oder ich würde alles verdrehen was sie sagen. ich würde zu meiner ganzen Voreingenommenheit auf sie zugehen, würde auf sie in verschiedenster weise mit meinen Unsicherheiten reagieren, mit meinem Bedürfnis, sie zu manipulieren, mit meinem Wunsch, Erfolg zu haben, mit Irrationen und Gefühlen, derer ich mir vielleicht nicht bewusst bin.“ (Anthony de Mello)

Der eigentliche Kampf findet im Innern statt, eines jeden selbst. Äußerer Kampf, die Gewalt, ist meist’ ein Ausdruck des verlorenen Inneren Kampfes. Eine Demaskierung des eigentlichen Schwächlings.

„Weise nicht zurecht, solange du noch die Empörung über einen begangenen Fehler empfindest. – Warte den nächsten Tag ab, vielleicht noch länger, – Aber sobald du dich beruhigt und deine Absicht geläutert hast, weise auf jeden Fall zurecht. – Mit einem einzigen liebevollen Wort erreichst du mehr als mit drei Stunden Streit. – Zügle dein Temperament.“ (Josemaria Escriva)

Menü schließen